Warum ich wirklich gekündigt habe
Ich habe meinen Job geliebt.
Aber ich wollte mein Leben nicht dafür abgeben.
Über zehn Jahre war ich Krankenschwester im psychiatrischen Bereich. Ich habe Menschen gelesen, oft gespürt, was sie selbst noch nicht aussprechen konnten, und die Kinderpsychosomatik mit aufgebaut. Ich war mit ganzem Herzen Krankenschwester. Nicht der Beruf war das Problem. Es war das Leben, das ich dafür hätte führen müssen.
Frühdienst. Spätdienst. Nachtdienst. Jedes zweite Wochenende. Weihnachten oder Silvester. Und immer wieder einspringen, wenn es brannte. Dafür gab es 40 € brutto extra – ungefähr 20 € für acht Stunden Arbeit und einen ganzen Tag, der meiner Familie fehlte. Ich sah Kolleginnen und Kollegen, die selbst längst keine Freude mehr hatten. Und ich wusste: Ich will nicht irgendwann nur noch meine Dienste hinter mich bringen und auf mein Leben warten.
Mein erster Sohn kam mit einem Jahr in die Kita. 500 € Betreuung im Monat, Schichtdienst und ohne Oma und Jens wäre es trotzdem nicht gegangen. Einmal kam ich in den Kindergarten und er konnte plötzlich an der Wand entlanglaufen. Ich hatte diesen Moment verpasst.
Ich wollte meinen Dienstplan nicht bestimmen lassen, wann ich meine Kinder um mich haben darf. Ich wollte als Mama da sein – nicht nur mit der Energie, die nach einem Dienst noch übrig war.
Nach der zweiten Elternzeit lief ich wieder über die Station. Ich fragte nach Arbeitszeiten, die zu unseren Kindern passen, weil die Kita um 14 Uhr schließt. Die Antwort war nicht: „Wir schauen, wie wir das hinbekommen.“ Sie war: „Dann organisier dir mehr Betreuung.“ Als Alternative hätte ich als Stationssekretärin arbeiten können. Aber auch das war nicht der Beruf, den ich geliebt und für den ich meine Fachweiterbildung gemacht hatte.
Ich saß danach im Auto und rief Jens an. Ich wollte ein drittes Jahr Elternzeit – ein Jahr, in dem ich herausfinden konnte, ob aus dieser kleinen Möglichkeit wirklich mein Weg werden kann. Damals verdiente ich mit dem Business erst 600 bis 700 € im Monat. Als daraus mehr als 1.000 € wurden, wusste ich: Für ungefähr diesen Betrag hätte ich mit Steuerklasse V im Krankenhaus wieder 70 bis 80 Prozent arbeiten müssen. Mit Schichten, Betreuung und allem, was daran hing.
Nach dem dritten Elternzeitjahr habe ich meinen sicheren Job gekündigt. Nicht, weil ich keine Lust mehr auf Arbeit hatte. Sondern weil ich nicht länger warten wollte, bis meine Kinder größer sind, der Dienstplan irgendwann besser wird oder endlich mehr Leben in meinen Alltag passt.
2021 bin ich zunächst mit den Produkten gestartet. 2022 habe ich meinen Job gekündigt und mich mit PM International selbstständig gemacht. Heute bin ich Exclusive Vice President und führe mein eigenes Team. Gemeinsam begleiten wir über 150 Menschen in den Bereichen Gesundheit, Beauty und Lifestyle. Ich kann zeitlich und örtlich flexibel arbeiten. Ich stehe finanziell auf eigenen Beinen und Jens muss die Verantwortung für unsere Familie nicht mehr allein tragen.
Heute muss ich nicht mehr zwischen Weihnachten und Silvester wählen. Ich kann mittags da sein, wenn meine Jungs heimkommen. Ich kann mit ihnen lernen, ein krankes Kind zuhause behalten oder an einem Freitag den Camper packen.
Ich bin nicht hier, um mein Leben auf irgendwann zu verschieben.
Ich will wirklich da sein. Nicht nur körperlich. Ich will erleben, spüren, fühlen, sehen und genießen. Für meine Kinder. Für Jens. Und ganz bewusst auch für mich.
Geld ist für mich nicht einfach eine Zahl auf dem Konto. Geld bedeutet, entscheiden zu können. Zeit zu haben. Träume in echte Erinnerungen zu verwandeln und mein Leben in die Richtung zu lenken, die sich für mich richtig anfühlt.
Durch meinen Papa habe ich erlebt, dass aus „irgendwann“ auch „nie“ werden kann. Dass Träume begraben werden können, wenn man das eigene Leben immer weiter aufschiebt.
Das will ich für mich nicht.
Ich baue dieses Business auf, weil es mir die Chance auf finanzielle, zeitliche und örtliche Freiheit gibt. Nicht, damit ich irgendwann sagen kann, welchen Rang ich erreicht habe.
Sondern damit ich am Ende sagen kann:
Ich habe gefühlt.
Ich habe entschieden.
Ich habe mein Leben nicht nur verwaltet.
Ich habe es gelebt.
Kein Irgendwann mehr.
Mein Leben ist jetzt.
Ich verspreche dir nicht mein Ergebnis. Ich zeige dir meinen Weg, meine Erfahrung und die Möglichkeiten. Was du daraus machst, darf dein eigener Weg werden.
Wenn du dich in meiner Geschichte wiedererkennst, musst du heute nicht dein ganzes Leben entscheiden. Du darfst dir erst einmal anschauen, wie dein erster kleiner Schritt aussehen könnte.
Meinen ersten Schritt anschauen